Neue Recherche: Schweizer Asyl-Atlas

REFLEKT publiziert gemeinsam mit Öffentlichkeitsgesetz.ch das Recherche-Projekt „Asyl-Atlas“. Erstmals konnten wir einen umfangreichen Datensatz auswerten, der die Verteilung von Asylsuchenden über die letzten 32 Jahre zeigt – lückenlos für alle 2115 Schweizer Gemeinden.

Die Unterschiede sind enorm. In Buch (SH) war über all die Jahre hinweg jede fünfte Person im Asylprozess. 98 Gemeinden hingegen haben seit 1994 niemanden aufgenommen – nicht eine Person in 32 Jahren. Oberwil-Lieli (AG) budgetierte 2016 unter dem damaligen Gemeindeammann Andreas Glarner 290’000 Franken, um sich der Aufnahme zu entziehen – und weist bis heute die tiefste Langzeitquote aller grösseren Gemeinden mit gesetzlicher Aufnahmepflicht auf.

Doch die wichtigste Geschichte steckt nicht in den Extremen. Sie steckt im System: Die Schweiz betreibt seit Jahrzehnten 26 verschiedene Verteilsysteme – ohne je untersucht zu haben, welches besser funktioniert. Welches die Menschen besser integriert. Oder welches mehr politische Akzeptanz schafft. Die Daten dazu lagen nie vor. Bis jetzt.

Zehn Regionalredaktionen berichten heute über das mehrjährige Recherche-Projekt und beleuchten Aspekte in ihren Kantonen.

Die ganze Recherche gibt es hier.